Start Castor 2010 Castor 2010 Im November 2010 rollen Castoren nach Gorleben
Im November 2010 rollen Castoren nach Gorleben Drucken E-Mail

Im November 2010 sollen erneut 11 Castoren mit HAW - Glaskokillen aus der französischen Plutoniumschmiede Cap de La Hague zum so genannten Transportbehälterlager Gorleben gebracht werden. Nach Recherchen der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg wird der Zug am 5. Nov. 2010  in La Hague starten. Vermutlich am 7. Nov. das Wendland erreichen. Am 8. Nov. könnte der Straßentransport stattfinden. Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, das sich diese Termine je nach Protestaktionen an der Castortransportstrecke nach hinten verschieben können. Bitte haltet euch an dieser Stelle auf dem Laufenden.

 

Salzstock Gorleben Grafik GreenpeaceDer Gorlebenwiderstand wie auch die Polizei erwarten Zeitungsberichten zu Folge deutlich mehr Proteste rund um den 12. Castortransport nach Gorleben. Die Gründe für den weiter wachsenden Protest gegen die Atomenergie und insbesondere gegen eine so genannte "weitere Erkundung" des Salzstockes Gorleben liegen auf der Hand.

Seit nun mehr 10 Jahren ruhen die Erkundungsversuche, den Salzstock in Gorleben als Endlager zu nutzen. Der damalige Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) erwirkte 2000 ein Moratorium von 10 Jahren. Diese Zeit sollte genutzt werden Kriterien für ein Atommüllendlager zu definieren und nach Alternativen zu suchen. Gorleben durfte nicht weiter untersucht werden. Zügig nach Ablauf dieser Frist hat der regierende Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) das Moratorium aufkündigen und will gleichzeitig die Sicherheitsstandards am geplanten atomaren Endlager Gorleben senken.

Bereits Sigmar Gabriel (SPD) wollte als Bundesumweltminister auf die Barriere "Deckgebirge" über einem Salzstock verzichten. Die CDU setzt nun noch eins drauf: Norbert Röttgen plant auf eine Rückholbarkeit des Strahlenmülls zu verzichten. Der strahlende Abfall soll für immer und nicht rückholbar im Salz verschwinden.

„Wir erleben gerade, wie eine mehr als 33 Jahre alte, wahnwitzige Idee, Stück für Stück in die Realität umgesetzt werden soll“, so ein Sprecher der wendländischen Initiative WiderSetzen. Ein strategischer Schachzug, eines Niedersächsischen Ministerpräsidenten, der damaligen DDR Regierung eins auszuwischen. Wie Greenpeace in einer umfangreichen Studie kürzlich feststellte, "bestimmte" Ernst Albrecht (CDU) geradezu am 22. Februar 1977 den Salzstock Gorleben als ein geeignetes Endlager.

“Wir werden nicht auf dem Sofa sitzen bleiben und zusehen, wie jeder Castor ins oberirdische Zwischenlager, ein zweifelhaftes Endlager in Gorleben zementiert. Wir werden dort sein, wo unser Protest sichtbar ist. Auf der Castortransportstrecke“, so der Sprecher der Initiative WiderSetzen.

 
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